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    <title>Time on It&#39;s A Drummers World</title>
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    <description>Recent content in Time on It&#39;s A Drummers World</description>
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    <lastBuildDate>Sat, 28 May 2016 11:36:33 +0200</lastBuildDate>
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      <title>Mut zur Lücke</title>
      <link>http://blog.georgestadermann.de/2016/05/gap-clicks/</link>
      <pubDate>Sat, 28 May 2016 11:36:33 +0200</pubDate>
      
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&lt;p&gt;&lt;cite&gt;&amp;ldquo;Are you rushing or are you dragging?&amp;rdquo;&lt;br&gt;
- J.K. Simmons in &amp;ldquo;Whiplash&amp;rdquo;
&lt;/cite&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&#34;was-sind-gap-clicks:4b9df116df970a90f317fa437baa8b0e&#34;&gt;Was sind &amp;ldquo;gap clicks&amp;rdquo;?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Zitat aus dem Film illustriert ein wesentliches Problem bei der Arbeit mit Time: Ich muß zuerst einmal
wissen, ob ich eher zum Hetzen oder zum Schleppen neige. Ein besseres Hilfsmittel, als Terence Fletchers
Methode im Film, diese Frage zu beantworten, sind sog. &amp;ldquo;gap clicks&amp;rdquo;. Ein &amp;ldquo;gap click&amp;rdquo; ist ein Klick, der
Lücken (&amp;ldquo;gaps&amp;rdquo;) hat. also
z.B.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;http://blog.georgestadermann.de/images/gap-click-1.jpg&#34; alt=&#34;Gap Click 1&#34; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieser Klick macht nach drei Takten einen Takt Pause und beginnt von vorn. Der Drummer kann damit testen, ob
und wie er vom Tempo abweicht und kann dann versuchen die Ursache für eventuelle Abweichungen zu finden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Klick, wie ich ihn öfter verwende, sieht so aus&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;http://blog.georgestadermann.de/images/gap-click-2.jpg&#34; alt=&#34;Gap Click 2&#34; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Solche Klicks kann man mit digitalen Metronomen erstellen, oder einfacher, mit einem Notations-Programm, das wiederholtes
Abspielen einer Sequenz erlaubt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Noch ein Hinweis: &amp;ldquo;rushing&amp;rdquo; und &amp;ldquo;dragging&amp;rdquo; sollte nicht mit &amp;ldquo;vor dem Beat&amp;rdquo; und &amp;ldquo;nach dem Beat&amp;rdquo; verwechselt werden.
Das Erste beschreibt ein, für die Mitspieler, unangenehmes Tempo-Gefühl (&amp;ldquo;hektisch&amp;rdquo;, &amp;ldquo;zäh&amp;rdquo;), verursacht durch eine
schlechte Time, während das Zweite eine erwünschte Interpretation des Puls eines Stücks ist.&lt;/p&gt;
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    </item>
    
    <item>
      <title>It&#39;s About Time</title>
      <link>http://blog.georgestadermann.de/2016/05/about-time/</link>
      <pubDate>Sun, 22 May 2016 19:43:21 +0200</pubDate>
      
      <guid>http://blog.georgestadermann.de/2016/05/about-time/</guid>
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&lt;h2 id=&#34;das-metronom-ist-dein-freund:bd7e0fe82fd874c212bebe7b6bc15e82&#34;&gt;Das Metronom ist Dein Freund&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Nein wirklich, das stimmt. Das Metronom gibt uns die Möglichkeit unsere Time zu überprüfen, es hilft
uns, da richtige Tempo zu finden und befähigt uns, Feinjustierungen in unseren Parts vorzunehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es macht uns aber auch manchmal sehr abhängig. Der Viertelpuls wird zum Maß aller Dinge, das eigene Gefühl
für den Rhythmus folgt dem Diktat des Klicks, und die Eins von Gott Metronom ist der Heilige Gral. Wir
vergessen darüber, das Musik eine elastische Form hat und gerade diese Elastizität Spannung erzeugt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sollen wir also das Metronom wegstellen? Natürlich nicht, wir sollten nur überdenken, wie wir damit arbeiten. Das
Ziel ist, wieder die Kontrolle über die Time zu bekommen und mehr Spaß am Üben mit dem Metronom zu haben. Die hier
vorgestellten Übungen sollen dabei helfen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&#34;über-die-übungen:bd7e0fe82fd874c212bebe7b6bc15e82&#34;&gt;Über die Übungen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Durch die Übungen sollen zwei Dinge erreicht werden:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Ihr sollt die Eins fühlen lernen, ohne die dass sie vom Metronom angezeigt wird.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ihr sollt ein Gefühl für die Unterteilungen zwischen den Beats bekommen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Kurze Anmerkung zum Zählen:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jeder zählt natürlich so, wie er sich am wohlsten fühlt. Ich ziehe das englische Zählen vor, weil z.B.
&amp;ldquo;ein-e-und-e&amp;rdquo;, anders als &amp;ldquo;one-e-and-a&amp;rdquo; nicht zwischen den Off-Sechzehnteln unterscheidet.
&amp;ldquo;one-trip-let&amp;rdquo; klingt auch besser als &amp;ldquo;ein-un-die&amp;rdquo;. Aber das muß jeder für sich entscheiden, wichtig ist
nur das gleichmäßig gezählt wird.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&#34;vorbereitungen:bd7e0fe82fd874c212bebe7b6bc15e82&#34;&gt;Vorbereitungen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Zuerst müssen wir uns davon befreien, AUF dem Klick spielen zu wollen. Stellt euch vor, der Klick ist ein Perkussionist,
mit dem ihr ZUSAMMEN spielt. Dabei hilft es, einen entsprechenden Ton für den Klick einzustellen,
eine Cow-Bell, Claves, so etwas in der Art.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Metronom wird auf einen einfachen Viertelpuls mit 70 bpm eingestellt, keine Spezialeinstellungen, wie
Off-Beats oder Triolen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alle Klicks haben die gleiche Lautstärke, keine betonten Schläge.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Metronom läuft während der ganzen Übung durch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und wie immer, LAUT zählen und sprechen.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&#34;übung-1:bd7e0fe82fd874c212bebe7b6bc15e82&#34;&gt;Übung 1&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Zählt mit dem Klick. Macht das solange, bis ihr das Gefühl habt, ihr seid gut zusammen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;http://blog.georgestadermann.de/images/time_1.jpg&#34; alt=&#34;Time 1&#34; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Setzt kurz aus und versucht eure Eins so im Kopf zu verschieben, so dass der Klick auf dem &amp;ldquo;und&amp;rdquo; jeder Zählzeit
liegt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fangt auf eurer Eins an Viertel zu zählen.&lt;br&gt;
Zählt Achtel.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;http://blog.georgestadermann.de/images/time_2.jpg&#34; alt=&#34;Time 2&#34; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn es groovt, habt ihr die &amp;ldquo;richtige&amp;rdquo; Eins gefunden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Setzt aus und verschiebt die Eins und das Tempo (wieder nur im  Kopf), so dass der Klick auf der Zwei und der
Vier liegt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zählt eure Viertel.&lt;br&gt;
Zählt eure Achtel.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;http://blog.georgestadermann.de/images/time_3.jpg&#34; alt=&#34;Time 3&#34; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Verschiebt die Eins und das Tempo, so dass der Klick auf dem Sechzehntel-Off-Beats liegt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Einstieg ist hier vielleicht schwerer, als bei den anderen Übungen, es hilft auf dem Klick erst mal nur die &amp;ldquo;es&amp;rdquo;
zu sprechen und dann, wenn man die Time hat, &amp;ldquo;ein&amp;rdquo;, &amp;ldquo;und&amp;rdquo; und &amp;ldquo;zwei&amp;rdquo; in die Lücken zu setzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zählt eure Viertel&lt;br&gt;
Zählt eure Achtel.&lt;br&gt;
Zählt eure Sechzehntel.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;http://blog.georgestadermann.de/images/time_4.jpg&#34; alt=&#34;Time 4&#34; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Merkt ihr, wie sich das Gefühl für den Puls durch die Off-Sechzehntel verändert?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Abschluß lassen wir es swingen: Setzt aus und verschiebt die Eins, so dass der Klick auf dem &amp;ldquo;die&amp;rdquo; von
&amp;ldquo;ein-un-die&amp;rdquo; (Triole) liegt. Der Einstieg ist ähnlich, wie bei den Sechzehntel-Offs, sprecht erst das &amp;ldquo;die&amp;rdquo;
auf dem Klick und füllt die Lücken dann mit &amp;ldquo;ein-un&amp;rdquo;, &amp;ldquo;zwei-un&amp;rdquo; usw.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;http://blog.georgestadermann.de/images/time_5.jpg&#34; alt=&#34;Time 5&#34; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zählt eure Viertel.&lt;br&gt;
Zählt eure Triolen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Macht doch Spaß, oder?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zeit für die nächste Übung&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&#34;übung-2:bd7e0fe82fd874c212bebe7b6bc15e82&#34;&gt;Übung 2&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Alles wie in Übung 1, zusätzlich klatscht ihr beim Zählen auf Eins, Zwei, Drei und Vier.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&#34;übung-3:bd7e0fe82fd874c212bebe7b6bc15e82&#34;&gt;Übung 3&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wer will, kann ein höheres Tempo einstellen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir nehmen das folgende rhythmische Muster und sprechen/singen es LAUT über die Klick-Variationen. Dazu
klatschen wir auf der Eins, Zwei, Drei und Vier.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Rhythmus&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;http://blog.georgestadermann.de/images/straight.jpg&#34; alt=&#34;Muster&#34; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf dem Beat&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;http://blog.georgestadermann.de/images/time_2_1.jpg&#34; alt=&#34;Time 2, 1&#34; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Achtel-Off-Beat&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;http://blog.georgestadermann.de/images/time_2_2.jpg&#34; alt=&#34;Time 2, 2&#34; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Up-Beat auf 2 &amp;amp; 4&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;http://blog.georgestadermann.de/images/time_2_3.jpg&#34; alt=&#34;Time 2, 3&#34; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sechzehntel-Off-Beat&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;http://blog.georgestadermann.de/images/time_2_4.jpg&#34; alt=&#34;Time 2, 4&#34; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Swing-Off-Beat&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&#34;http://blog.georgestadermann.de/images/time_2_5.jpg&#34; alt=&#34;Time 2, 5&#34; /&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&#34;übung-4:bd7e0fe82fd874c212bebe7b6bc15e82&#34;&gt;Übung 4&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wie Übung 3, aber jetzt klatscht ihr den Rhythnus und zählt auf Eins, Zwei, Drei und Vier.&lt;/p&gt;

&lt;h2 id=&#34;wie-geht-es-weiter:bd7e0fe82fd874c212bebe7b6bc15e82&#34;&gt;Wie geht es weiter?&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wer alle Übungen durch hat, kann kann Übung 3 und 4 mit anderen Rhythmen ausprobieren. Oder nehmt euer Instrument
und spielt zu den Klick-Variationen. Zählt beim Spielen LAUT die Viertel auf 1, 2, 3 und 4.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Probiert unterschiedliche Tempi.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kreiert eigene Klicks, z.B. mit einem Notations-Programm.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine interessante Möglichkeit:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Metronom auf 2 &amp;amp; 4&lt;br&gt;
Ihr spielt dazu und sprecht/singt die Klick-Variationen, z.B. den Swing-Off-Beat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich hoffe, ich konnte euch ein paar neue Ideen für das Üben mit dem Metronom vermitteln. Stay tuned
für weitere Beiträge zu diesem Thema.&lt;/p&gt;
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