Bevor wir uns mit den “Syncopation Systems” beschäftigen, will ich auf ein Thema eingehen, das anscheinend immer mal wieder für Verwirrung sorgt, das Konzept der “kurzen” und “langen” Noten. Werfen wir einen Blick auf die erste Zeile von Übung 1, S. 38 (S. 37 in älteren Ausgaben) aus “Syncopation I” und identifizieren kurze und lange Noten:

Die zweite Zeile sieht dann folgendermaßen aus:

Zusammenfassend kann man also sagen, dass nur echte Achtelnoten “kurz” sind und alles was länger als eine Achtelnote ist, als “lang” interpretiert wird.
Und was bringt das nun?
Die meisten Systeme verlangen eine unterschiedliche Orchestrierung für kurze und lange Noten. Wir können uns jetzt ein einfaches System ausdenken, das z.B. sagt, dass alle kurzen Noten mit einem Akzent gespielt werden. Das sähe dann so aus:

Und Zeile 2:

Das ist natürlich ein sehr einfaches System, später lernen wir weitaus kompliziertere Systeme kennen, aber es veranschaulicht das Prinzip.